Geschichte der Bezirksfachgruppe Astronomie Cottbus

1978 Jugendlager Kirchheim
1978 Jugendlager Kirchheim
1978 Jugendlager Kirchheim
1978 Jugendlager Kirchheim
1979 Sternwarte Radebeul
1979 Versammlung in Cottbus

Geschichte der Bezirksfachgruppe Astronomie Cottbus ab 1978 beim Kulturbund der DDR Urania aus der 2007 die Südbrandenburger Sternfreunde in Tanneberg hervorgingen.

Etwa im 8.Lebensjahr kamen wir aus Bergheide am 17.01. vom Geburtstag der Oma Marie zurück. Da stand ein Riesenmond in den Pappeln der Friedenstraße und im Norden stand die Kassiopeia. Seit der Zeit stand Astronomie in meinem Kopf auf Platz1. Es war eine Art Urerstaunen, die Frage nach dem Woher, Wohin und was ist da oben???

Zu Weihnachten gab es den Bastelsatz Optik, wo auch ein kleines 50/540 Teleskop gebaut werden konnte. So begann eine jahrzehntewärende Liebe zur Wissenschaft.

Das erste Teleskop wurde aus Papprohr von einer Linoleumrolle auf dem Boden von Opa Paul Nitsche in Finsterwalde, Schillerplatz 3 gebaut mit Brettermontierung. Zur Materialgewinnung wurde eine Palette auseinandergenommen. Die Hauptlinse eine Brillenglas von Optiker Gernd in Finsterwalde und eine Kombilupe, 3 und 6 fach auch dort erstanden. Da waren 3,50 und 22 DDR Mark weg und das Sparschwein alle. „Für viele von uns war das Buch von Klaus Lindner „Astronomie selbst erlebt“ der Einstieg in das schönste Hobby der Welt, so entstanden Jakobstab, erste Atlanten wurden mit Tuschfarben gemalt.

Mit 16 Jahren war die MZ 150 die Möglichkeiten zur Fahrt nach Radebeul gegeben. Dort kam aus Weißenfels Frank Rümmler hinzu und wir beschlossen Sonnenbeobachtungen als eines unserer Ziele im Leben aufzunehmen. Immerhin hielt das Vorhaben bis heute 53 Jahre ohne Unterbrechung ! Erst später gründete die „Zentrale Kommission Astronomie“ der DDR die Sonnefachgruppe Astronomie an der Volkssternwarte Crimmitschau. Hier waren wir Frank und ich mit unter den 11 Gründungsmitgliedern. Später waren es immerhin 111 Mitglieder auch in Ungarn und Polen.

Interessant ist, das nach der Wende, wo auch unsere Kulturwerte weggewischt werden sollte, Heinz Albert mir die umfangreichen Daten der Sonnengruppe sandte zum Kulturschutz. Der DAGESO war es so ergangen. In der Archenhold-Sternwarte waren plötzlich Jahrzehnte gesammelte Sonnendaten auf immer verloren, was Herr Wattenberg zutiefst bedauerte.

1977 suchte ich interessierte Sternfreunde und gründete bei der Urania in Cottbus die Bezirksfachgruppe Astronomie des Bezirkes Cottbus.

Gründungsmitglieder Bodo Wunderlich, Matthias Hansen, Gerd Wetzig, später kam durch Zufall Hans-Dieter Greißner hinzu. Versammlungen alle Quartale .

Eine offizielle Gründung fand im kleien festlichen Rahmen am 27. Sept.1978 im Raumflugplanetarium in Cottbus statt. Der Chefphysiker der Bergbaugesellschaft Dipl. Physiker Alfred Suckow aus Großräschen brillierte mit seinem Forschungsfeld Quarzuhren bei allen Temperaturen, Ganggenauigkeit.

Es gab meinen Plan eine große Montierung zu bauen. Die DDR hatte, was jeder weiß, Materialprobleme. So wollte ich Druck- und Wälzlager in Cottbus kaufen. Nix da, ich solle die gesellschaftliche Notwendigkeit nachweisen. Kein Problem: Ich fuhr mit dem Motorrad heim, schrieb einen Antrag als Vereinsvorsitzender, ließ ihn von der Urania abstempeln und holte die Lager.

Material zu bekommen war schwierig, nur ein Beispiel: ein 120mm Panzerstahlrohling wurde vom Vater eines Sternfreundes organisiert und aus Hoyerswerda auf dem Rücken. War das eine Wackelfahrt. Damit nicht genug. In Finsterwalde gab es die FIMAG, dort standen große Drehmaschinen und mit Bitte am Pförtner kam ein freundlicher Dreher und nahm den Stahl zur Bearbeitung mit. So hatte wohl jeder seine Anfangsgeschichte. Nix fertig, alles wurde mit der Phantasie der Menschen aus einfachen Materialien erschaffen und es funktionierte.

Als Zeiss Jena seinen Bastelsatz unter die Menschen streute, löste das einen Schub aus. Ich fuhr bei Eisregen von Cottbus mit Motorrad nach Berlin zum Alexanderplatz 2 und kaufte den Satz mit 50/540, 16 und 25mm Okular und Plastehalterung für 125,-DDR Mark. Daheim ging es völlig erfroren in die Wanne. Heute bestellt man, was für ein fader Weg zur Astronomie !

Nachbar Bodo Wunderlich baute in der Zittauer Str.17 in Cottbus eine eigene Sternwarte. Die Schalen der 3m Kuppel wurden gleich zerstört, damit niemeand es gleichtun könnte. Leider vertauschte er auch neue gegen alte Okulare. So entstand ein Riß. 3 Jahre bei der Armee und das Geld wurde gespart, auf vieles verzichtet für ein AS100/1000 Teleskop mit Ib Montierung und solider Zeiss Säule. Was für einen Freude als das Teleskop 1977 kam. 

Durch eine Studentenfahrt nach Sophienhof im Harz ortskundig. Ich wollte mit Sternfreunden an einen richtig dunklen Ort und das war an der Staatsgrenze Sophienhof. Uwe Igersheim aus Hoyerswerda, Gerd Wetzig und Matthias Hansen fuhren in ein Kinderheim 1976. Die Nacht kam und der Himmel eine Offenbarung. So mancher Witz wurde gerissen. Da grunzte es. Uwe Igersheim, stets zu Schabernack aufgelegt wurde als Ursache vermutet, ja ja ha ha. Als es näher kam, das vertraute Wildschweingeräusch meinte ich zu Uwe, ha ha !

Ist gut Uwe sagte ich und er hatte aber sein Teleskop an anderer Stelle neu aufgebaut und antwortete aus anderer Richtung : „Ich war das nicht !“

Warum wird diese Geschichte erzählt ? Weil eine neue Sportart entstand:

Teleskoplaufen in der Nacht über 400m! Der Zeitrekord ist auch nach 40 Jahren ungebrochen bei ausgezeichneten Haltungsnoten und im Schwebverfahren 20cm über dem Boden als Bugs Bunny.

Zeiss produzierte für den Weltmarkt aber als junger Mensch war jede Mark wertvoll. Für das Zeiss 10mm orthosk. Okular wurde auf Mensaessen verzichtet und gehungert. Heute unvorstellbar !

1977 gab es das erste Treffenin der alten Heimat bei Hans-Dieter Greißner in Friedersdorf. Wir waren alle Bastler und tauschten Erfahrungen, 2.Wahl Linsen, Filter. Jeder suchte Verbindungen zu Drehern. Ohne sie ging nix, Rest war Papprohr. KG Rohr gab es nicht. Und mit Laubsäge und Sperrholz entstand manches Kunstwerk.

Hans-Dieter war der Erste hier, der uns das Spiegel schleifen inaugurierte.

Und so begannen einige das mühsame Werk. Ein 20cm Spiegel dauerte bei guter Qualität ein Jahr. Pech und Elektrocorund für den letzten Flußschliff, wo der Spiegel seine glatte Oberfläche erhält,waren begehrte Mangelstoffe und man half sich aus. Ich schaffte 6 Spiegel und fuhr in Berlin in die Nähe der Humboldt Uni zum Aluminisieren. Man vermutete gestohlene Zeissspiegel aber gute Handarbeit ist halt was Wert. Ich verkaufte die Spiegel und erwarb Zeissfeldstecher für die Söhne 10x50. Eine schöne Zeit und Schöpfertum. Der große 300mm Spiegel ging nach Magdeburg. So wurden auch Mikrometer in der Kellerwerkstatt gefertigt und das Herz schlug immer höher wenn ein Paket von Frank Rümmler kam, somit neue Möglichkeiten.

Im Sommer 1978 gab es in Kirchheim in Thüringen ein interessantes Sommerlager an dem 300 Newtonspiegel, es fand in der Schule statt mit Großraumschlafsaal. 1 Woche Aufbau, auch Zeisssekundäroptik wer wollte mit Holzdopson.

Dr. Schulz, Physiker und auch Herr Böhme leiteten es. Wenig freie Plätze aber der Kampf um einen Platz lohnte sich. Der Traum war der 300mm Spiegel in Rolldachhütte. Der Mond darin so unglaublich detailreich und klar!

Wir buddelten Zaunpfähle ein und der 5mKuppelbau war noch nicht fertig. Ein marginales Ereignis war der Vortrag vom Leiter der Erfurter Sternwarte, Pfarrer Günter Loibl. Danach begann eine Jahrzehntelange Freundschaft begleitet von freundlicher Konkurrenz, was anspornte !

Dieser Mann wurde durch Licht an seinen Sternwarten 3x im Arbeitsplatz vertrieben. Zuletzt überzeugte er den Amtsdirektor in Arnstadt und er durfte eine 6m Siriuskuppel mit Wohnhaus in Arnstadt, Espenfeld 39a an den Rand des Naturschutzgebietes bauen. Auch privat gab es Schicksalsschläge, er wurde als kathol. Pfarrer von der Kirche exkommuniziert wegen einer Haushälterin. Dennoch blieb er der Astronomie ein zutiefst ergebener Mensch von höchstem Bildungsgrad. Es machte spaß mit ihm zu diskutieren und jeder in der Argumentation blieb auf seinem Standpunkt. Letztlich wurde er unser Ehrenvorsitzender und kam trotz hohen Alters auch 1x zum Treffen mit Frau Brigitte, einer Goldschmiedin.

Insgesamt 2 Rolldachsternwarten wurden gebaut mit solidem Klinker in Cottbus und Heideland, jeweils 24er Vollmauerwerk und selbstentwickelter Dachkonstruktion. Die Säulengründung tief in der Erde mit Ringbrunnen, viel asymmetrischen Eisengeflecht und 400mm KG Rohr, nie unter 2 Tonnen Gewicht. An der Heidelandsternwarte wirkte eine 80 jährige vitale Dame mit, Frau Margrit Herrmann aus ehemals Bergheide. Und die Finanzen stammten von einer kinderlosen Sorbin, Frau Martha Schiemann aus Burg. Die Hütte in der bislang über 640 Felder aufgenommen wurden trägt ihren Namen.

 

Hans-Dieter Greißner

Hans-DieterGreißner, Stellvertr. Vorsitzende, Rückersdorf, Eintritt: 23.04.2007

Mit ca 20 Jahren kam sein Interesse an der Astronomie hoch.

Zeitig begann auch der Basteltrieb hoch, sodaß Zeiss Sekundaroptik, was an Amateure verkauft wurde, in Teleskope umgewandelt wurde. Gern beobachtete er in H alpha die Sonne.

Ein markantes Treffen fand in Friedersdorf statt, bei Hans daheim, Kalauch, Winzer, ein Sternfreund aus Cottbus noch. Hier wurden Weichen fürs Leben gestellt.

Hans nahm auch an den Treffen bei der URANIA in Cottbus teil.

Er wurde mit den Jahren eine begehrte Anlaufgröße wenn es um Optik, Rat für Optikbastelei und mechanische Fragen. Und ere schliff Spiegel hoher Qualität und gab sein Wissen gern weiter. Hans war Gründungsmitglied 2007 in Tanneberg.

In den letzten 20 Jahren organisierte er mit Ehefrau Elke unsere Vereinstreffen. Dafür gab es viel Zeit, die aufgewandt werden mußte. 

In seinem Garten errichtete er sich eine kleine zuverlässige Sternwarte.

Hauptarbeitsfeld: Sonne und Planeten, Spektroskopie.

 

Hartmut Pietsch

Hartmut Pietsch, Dissenchen, Eintritt: 23.04.2007

Hartmut Pietsch, Rettungsdienstassistent in Burg und Vorstandsmitglied kam durch eine Rettungsfahrt mit Notarzt zur Astronomie, das war im Winter

1995. Auf der Rückfahrt war ein phantastischer Sternhimmel. Wir hielten mit RA I. Gosdschan an, sagten der Leitstelle wir hätten ein kleines Schneeproblem

und stiegen aus.

Es war ein Himmel wie er selten zu sehen ist. Und da hat es ihn erwischt und er wurde ein fanatischer Verfechter der Astronomie mit LX 90 und ein LX 200-

Stets betriebsbereit im Garten und auf Arbeit. Das läßt er sich nicht nehmen. 2 Reisen nach Namibia zeigten trotz lokaler Erkrankung einen Hartliner bei der Fotografie. Trotz massiver Steuerungsprobleme via Internet auf der Kiripotibfarm holte er Steuersoftware aufs Handy und rettete so viele Aufnahmen. Hartmut ist ein treuer Sonnenbeobachter. Und er hat es im Blut,

Astronomie als Hobby und mehr als das.

Und bei jeder Versammlung bringt er sich ein. Wir sind stolz auf ihn!

 

Dr. Paul Ahnert

Ab 1982 gab es erst durch Schriftverkehr, dann durch quartalsmäßige Besuche nach Sonneberg eine herzliche Freundschaft zu Dr. Paul Ahnert, dem Herausgeber des Kalenders für Sternfreunde und Mitarbeiter der Sternwarte auf dem Erbisbühl, dem Erbsenhügel. Paul Ahnert war eine Universalgenie, forschte an biologischen Problemen der Lebensentstehung, der Astronomie und war Gutachter für neue Produkte von Carl Zeiss Jena.

Es war stets ein Erlebnis einen Nachmittag mit ihm zu verbringen und seiner ihn unterstützenden Frau, einer Optikerin in Sonneberg. 

Es war schwierig an die Sternwarte Sonneberg zu kommen. Dennoch durften wir 1x an einer Führung teilhaben, durch einen hartnäckigen Antrag durch A. Winzer gab die Staatssicherheit grünes Licht. Herr Astronom Wetzel zeigte uns alle großen Instrumente, das zweitgrößte Plattenarchiv der Welt. Wir waren, wenn die Erinnerung nicht täuscht 4 oder 5 Teilnehmer. Das war grandios und der Langzeiteindruck währt seither ! Nach der sogenannten Wende hielten wir durch mindestens 1x jährliche Besuche der Einrichtung die Treue.

So kamen wertvolle Splitter des Universums in unseren Besitz.

Und zu DDR Zeiten war parallel stets ein Besuch bei Dr. Paul Ahnert ein Erlebnis besonderer Art. Ein bescheidener Mann von höchster geistiger Potenz und auf vielen wissenschaftlichen Gebieten auch im Alter tätig. Er starb nach einem Treppensturz wo man ihm Heparin verweigert hatte an einer Oberschenkelfraktur nach 90 schönen Lebensjahren.

Frank Rümmler

Frank Rümmler

Nun skizzieren wir unseren treuen Vereinsdreher und Helfer Frank Rümmler.

Der Start für ihn begann 1970 durch die Freundschaft zu Dietmar Böhme in Nessa.Gestartet wurde mit Veränderlichenbeobachtung am Feldstecher 8x30, dann ein Zeis 10x50. Als  Schichtarbeiter lag ihm die Sonnenbeobachter praktisch aber näher. Von Herrn Greißner bekam er einen 65/1000 Refraktor mir Drei-Bein-Stativ und bastelte sich von Zenitprisma bis Projektionsschirm alles weitere zusammen. Bis 2026 ergab das die wunderbare Leistung von 8450 Beobachtungstagen und 10820 vermessenen Gruppenpositionen.

Der ereste Refraktor ist somit seit 50 Jahren in Gebrauch, stets unterstützt von Frau Elke.

Es folgten 1986 nein Taschenrechner als Anschaffung für die Positionen. Er war ebenso bei der Gründungsveranstaltung in Crimmitschau bei Heinz Albert dabei 1977 dabei.

1980 erstand er 2 weitere Geräte einen AS 80/1200 für 320 Mark . Zusatzteile ganz klar aus den eignen geschickten Dreherhänden.

Harald Paleske

Harald Paleske, Freizeit-Astronomie als Lebensaufgabe

Mein Interesse an der Naturwissenschaft wurde schon in der polytechnischen Oberschule, in den 1970iger Jahren geweckt. Es interessierten mich insbesondere die Themen der Anthropologie und Astronomie. Vor allem durch die Since-Fiction-Romane von St. Lem und anderer, wendete ich mich vermehrt der Freizeit-Astronomie zu. Wer kennt es in der ehemaligen DDR nicht, das Buch „Astronomie selbst erlebt“ von K. Lindner. Es inspirierte mich zum Bau eines 7cm Brillenglasfernrohres, welches aber auf Grund mangelnder materieller und technischer Möglichkeiten scheiterte. Der Unterricht im Fach Astronomie in der 10. Klasse war u.a. mit praktischen Beobachtungsübungen am Himmel gefüllt. Ich kann mich noch sehr deutlich an eine Nachmittagsbeobachtung der Venus im 63/840mm Telementor erinnern. So klar und deutlich hatte ich einen Planeten noch nie gesehen. Fortan wollte ich unbedingt so ein „großes“ Teleskop haben.

Das erste „richtige“ Teleskop und Kontakt zu Gleichgesinnten:

Mit Beginn meiner Berufsschulzeit als Elektromonteur mit Abitur leistete ich mir den bekannten Zeiss Bastelsatz 50/540. In einer Plastikröhre verbaut, war dies mein erstes Sonnenteleskop. Mit diesem hatte ich Anfang der 80iger Jahre wunderbare Sonnenfleckenprojektionsbeobachtungen durchgeführt. Die damalige hohe Sonnenaktivität dokumentierte ich vor allem mit Sonnenfleckenzeichnungen (Bild 1) und Positionsbestimmungen, welche an den „Arbeitskreis Sonne“ unter Leitung von Heinz Albert mitgeteilt worden sind.

Es fehlte allerdings noch ein Teleskop für die Nacht und so suchte ich in der Zeitschrift „Astronomie und Raumfahrt“ angebotene Teleskope zum Verkauf. Aufmerksam wurde ich auf die Annonce eines Hans Dieter Greißner, welcher ein 150/2250 Cassegrainteleskop mit Gabalmontierung anbot. Ein kurzer Briefwechsel genügte und der Kauf war perfekt. Ich wusste damals noch nicht, dass dieser Kontakt in den Süden von Brandenburg, zur Familie Greißner ein Leben lang bestehen sollte. Es war für mich in den 1980iger Jahren immer aufregend, durch Fernrohre der Privatsternwarte von H.D. Greißner auf Jupiter, Mond und Sonne zu schauen. Die Mitgliedschaft im Arbeitskreis Sonne im Kulturbund der DDR (Mitgliedsnummer 48) führte zwangsläufig zu Kontakten mit Gleichgesinnten. Unter anderem entwickelte sich ein Briefverkehr mit Andrè Winzer zu Themen der Sonnenbeobachtung sowie Haus-und Teleskopbau. (Bild 2)

Bericht von Harald weiterlesen

 

 

Johannes Winzer

Johannes Winzer, Burg/Spreewald, Eintritt: 02.11.2019

Johannes Winzer, Baujahr 2011. Sein Weg begann aus kindlicher Neugier.

Mit 3 Jahren stand er nachts an der 3m Kuppel des Vereins als der Vater grad Jupiteraufnahmen machen wollte. Im Schlafanzug an der geöffneten Kuppeltür- „Johannes auch fotografieren „ Und so wurde er in die Jacke mit eingewickelt und durfte grad die erste Aufnahme am Instrument machen. Es gab natürlich die strenge Ansage der Mutter nix zu verraten...

Seither hat er viele Aufnahmen am 400 mm Zambutospiegel selbst angefahren und ausgelöst und die Technik liegt ihm. Er ist ein treuer Bestandteil der Sonnengruppe. Auch in Namibia zur Coronazeit war er mit allen Schwierigkeiten dabei. Wir waren damals die einzigen Gäste auf der Kiripotipfarm, das war schon ein Erlebnis allein in der Kalahari !! 

Aus dieser Kenntnis in Namibia kam die Idee der beweglichen Schutzhütten, die wir insgesamt 5x angepaßt an die Instrumente verwirklicht haben.

Unser Lieblingsschweißer aus Drachhausen Manne L. arbeitet auch immer Sonderwünsche nach, besonders wenn es um Sicherheit gegen Sturmgefahren geht. Und diese Hütten an 4 Standorten haben sich bewährt.

Lena Wehla

Lena Wehla

Unser junges Mitglied Lena Wehlan aus Drachhausen kam so in die Astronomie:

„Beim Blick in den Nachthimmel eröffnet sich eine Welt voller Geheimnisse, die mit bloßem Auge kaum zu erahnen sind. In der 9. Klasse wurde als Wahlfach Astronomie gewählt 2023. Trotz großen Interesses war der Leistungsdruck hoch.

Grundlagenkenntnisse über die Planetenarten, den Aufbau des Sonnensytems, die Auswirkungen des Mondes auf die Erde, die Entstehung von Sternhaufen und Supernovae, sowie das Ablesen von Sternkarten habe ich im Astronomieunterrricht gelernt. Dieses theor. Vorwissen ist für mein heutiges Wissen von großem Vorteil.

Seit zwei Jahren besitze ich ein Spiegelteleskop für Anfänger der Marke Solomark. Es ist jedoch nicht vergleichbar mit den Teleskopen, die ich dank Dr. Winzer nutzen darf. 

Mein erster Blick fiel auf den Mond, der durch seine Helligkeit sofort die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Noch heute ist er mein liebster Anblick am Nachthimmel. Er wirkt geheimnisvoll, schimmert silbern und hat eine lange geheimnisvolle Geschichte. Seine zahlreichen Krater prägen sein Erscheinungsbild und verdeutlichen zugleich seine Bedeutung für uns undunseren Planeten.

Besonders Dr. Winzer hat mich mit seinen Erzählungen übere die vielen astronomischen Ereignisse begeistert. Deshalb liebe ich dieses Hobby so sehr und mein Interesse an den geheimnisvollen Dingen des Universums, die ohne Teleskop verborgen bleiben würden.

Abschließend möchte ich mich bei Dr. Winzer bedanken für die vielen Möglichkeiten, die er mir eröffnet hat, und vor allem die Weitergabe seiner Leidenschaft der Astronomie.

Diese Begeisterung kann ich nun selbst weitertragen und mit anderen teilen." 

Lena Wehlan



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